Ringvorlesung Umkämpftes Wissen, siturierte Erkenntnis - Blicke hinter die Kulissen der Wissenschaft

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Umkämpftes Wissen, situierte Erkenntnis - Blicke Hinter die Kulissen der Wissenschaft: Radikalisierung der wissenschaftlichen Selbstkritik I - von Max Weber zu Donna Haraway

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Title: Umkämpftes Wissen, situierte Erkenntnis - Blicke Hinter die Kulissen der Wissenschaft: Radikalisierung der wissenschaftlichen Selbstkritik I - von Max Weber zu Donna Haraway
Description: Ringvorlesung: Umkämpftes Wissen, situierte Erkenntnis - Blicke Hinter die Kulissen der Wissenschaft im WiSe 2018-2020; Dienstag, 29. Oktober 2019
Creator: Markus Rieger-Ladich (author), Augustin Kelava (author)
Contributor: ZDV Universität Tübingen (producer); Offenberger, Ursula (organizer); Kelava, Augustin (organizer); Rieger-Ladich, Markus (organizer)
Publisher: ZDV Universität Tübingen
Date Created: 2019-10-29
Subjects: Studium Generale, Ringvorlesung, Universität Tübingen, umkämpftes Wissen, situierte Erkenntnis, Wissenschaft, Radikalisierung, wissenschaftliche Selbstkritik, Max Weber, Ludwik Fleck, Pierre Bourdieu,
Identifier: UT_20191029_001_rvwisserk_0001
Rights: Rechtshinweise
Abstracts: Obwohl es in der Wissenschaft stets Vertreterinnen und Vertreter gab, die auf die Grenzen des wissenschaftlichen Wissens hinwiesen und der Selbstüberhöhung des (männlichen) Erkenntnissubjekts skeptisch gegenüberstanden, blieben diese kritischen Stimmen lange Zeit eher randständig. Philosophen und Vertreter der empirischen Wissenschaften nahmen über Jahrhunderte hinweg für sich in Anspruch, einen privilegierten Zugang zu Wahrheitsfragen zu besitzen. Furchtlos und frei von eigenen Interessen - so etwa Max Weber in seinem berühmten Vortrag über "Wissenschaft als Beruf" -, bemühten sie sich darum, die Methoden der Erkenntnisgewinnung immer weiter zu verfeinern. Diese Ringvorlesung, die von Mitgliedern des Methodenzentrums der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät organisiert wird, lädt dazu ein, solche wissenschaftlichen Selbstbeschreibungen kritisch zu prüfen. Sie will mithin an jene erinnern, die sich der Selbstkritik der Wissenschaft verschrieben haben und dabei um ein angemessenes Verständnis von Objektivität, Wissenschaft und Verantwortung ringen. Die ökonomischen, politischen und weiteren vielfältigen Verstrickungen wissenschaftlicher Wissensproduktion werden in den Blick genommen und auf deren Folgen hin befragt. Nicht allein das Wissen ist umkämpft, auch die Methoden sind z.T. heftig umstritten, die Erkenntnis ist situiert - und die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind keine souveränen Akteure. Die Beiträge rekonstruieren zunächst wichtige Etappen der wissenschaftlichen Selbstbeobachtung, bevor an ausgewählte wissenschaftliche Kontroversen erinnert wird. Zum Abschluss gewähren Kolleginnen und Kollegen unterschiedlicher Disziplinen in Form von Fallstudien einen Blick hinter die Kulissen ausgewählter wissenschaftlicher Felder. Wissenschaftliche Forschung gerät als eine soziale Praxis in den Blick, der die herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse eingeschrieben sind - und die es immer wieder gegen Instrumentalisierungen und Inanspruchnahmen in Schutz zu nehmen gilt.

Umkämpftes Wissen, situierte Erkenntnis - Blicke Hinter die Kulissen der Wissenschaft: Radikalisierung der wissenschaftlichen Selbstkritik II - Von W.E.B. DuBois zu Cornel West

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Title: Umkämpftes Wissen, situierte Erkenntnis - Blicke Hinter die Kulissen der Wissenschaft: Radikalisierung der wissenschaftlichen Selbstkritik II - Von W.E.B. DuBois zu Cornel West
Description: Ringvorlesung: Umkämpftes Wissen, situierte Erkenntnis - Blicke Hinter die Kulissen der Wissenschaft im WiSe 2018-2020; Dienstag, 05. November 2019
Creator: Astrid Franke (author), Markus Rieger-Ladich (author)
Contributor: ZDV Universität Tübingen (producer); Offenberger, Ursula (organizer); Kelava, Augustin (organizer); Rieger-Ladich, Markus (organizer)
Publisher: ZDV Universität Tübingen
Date Created: 2019-11-05
Subjects: Studium Generale, Ringvorlesung, Universität Tübingen, umkämpftes Wissen, situierte Erkenntnis, Wissenschaft, Radikalisierung, wissenschaftliche Selbstkritik, W.E.B. DuBois,
Identifier: UT_20191105_001_rvwisserk_0001
Rights: Rechtshinweise
Abstracts: Obwohl es in der Wissenschaft stets Vertreterinnen und Vertreter gab, die auf die Grenzen des wissenschaftlichen Wissens hinwiesen und der Selbstüberhöhung des (männlichen) Erkenntnissubjekts skeptisch gegenüberstanden, blieben diese kritischen Stimmen lange Zeit eher randständig. Philosophen und Vertreter der empirischen Wissenschaften nahmen über Jahrhunderte hinweg für sich in Anspruch, einen privilegierten Zugang zu Wahrheitsfragen zu besitzen. Furchtlos und frei von eigenen Interessen - so etwa Max Weber in seinem berühmten Vortrag über "Wissenschaft als Beruf" -, bemühten sie sich darum, die Methoden der Erkenntnisgewinnung immer weiter zu verfeinern. Diese Ringvorlesung, die von Mitgliedern des Methodenzentrums der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät organisiert wird, lädt dazu ein, solche wissenschaftlichen Selbstbeschreibungen kritisch zu prüfen. Sie will mithin an jene erinnern, die sich der Selbstkritik der Wissenschaft verschrieben haben und dabei um ein angemessenes Verständnis von Objektivität, Wissenschaft und Verantwortung ringen. Die ökonomischen, politischen und weiteren vielfältigen Verstrickungen wissenschaftlicher Wissensproduktion werden in den Blick genommen und auf deren Folgen hin befragt. Nicht allein das Wissen ist umkämpft, auch die Methoden sind z.T. heftig umstritten, die Erkenntnis ist situiert - und die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind keine souveränen Akteure. Die Beiträge rekonstruieren zunächst wichtige Etappen der wissenschaftlichen Selbstbeobachtung, bevor an ausgewählte wissenschaftliche Kontroversen erinnert wird. Zum Abschluss gewähren Kolleginnen und Kollegen unterschiedlicher Disziplinen in Form von Fallstudien einen Blick hinter die Kulissen ausgewählter wissenschaftlicher Felder. Wissenschaftliche Forschung gerät als eine soziale Praxis in den Blick, der die herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse eingeschrieben sind - und die es immer wieder gegen Instrumentalisierungen und Inanspruchnahmen in Schutz zu nehmen gilt.

Umkämpftes Wissen, situierte Erkenntnis - Blicke Hinter die Kulissen der Wissenschaft: Psychologie als Naturwissenschaft? Von Messfehlern und dem Versprechen der Objektivität

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Title: Umkämpftes Wissen, situierte Erkenntnis - Blicke Hinter die Kulissen der Wissenschaft: Psychologie als Naturwissenschaft? Von Messfehlern und dem Versprechen der Objektivität
Description: Ringvorlesung: Umkämpftes Wissen, situierte Erkenntnis - Blicke Hinter die Kulissen der Wissenschaft im WiSe 2018-2020; Dienstag, 19. November 2019
Creator: Augustin Kelava (author), Markus Rieger-Ladich (author)
Contributor: ZDV Universität Tübingen (producer); Offenberger, Ursula (organizer); Kelava, Augustin (organizer); Rieger-Ladich, Markus (organizer)
Publisher: ZDV Universität Tübingen
Date Created: 2019-11-19
Subjects: Studium Generale, Ringvorlesung, Universität Tübingen, umkämpftes Wissen, situierte Erkenntnis, Wissenschaft, Psychologie, Naturwissenschaft, Messfehler,
Identifier: UT_20191119_001_rvwisserk_0001
Rights: Rechtshinweise
Abstracts: Obwohl es in der Wissenschaft stets Vertreterinnen und Vertreter gab, die auf die Grenzen des wissenschaftlichen Wissens hinwiesen und der Selbstüberhöhung des (männlichen) Erkenntnissubjekts skeptisch gegenüberstanden, blieben diese kritischen Stimmen lange Zeit eher randständig. Philosophen und Vertreter der empirischen Wissenschaften nahmen über Jahrhunderte hinweg für sich in Anspruch, einen privilegierten Zugang zu Wahrheitsfragen zu besitzen. Furchtlos und frei von eigenen Interessen - so etwa Max Weber in seinem berühmten Vortrag über "Wissenschaft als Beruf" -, bemühten sie sich darum, die Methoden der Erkenntnisgewinnung immer weiter zu verfeinern. Diese Ringvorlesung, die von Mitgliedern des Methodenzentrums der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät organisiert wird, lädt dazu ein, solche wissenschaftlichen Selbstbeschreibungen kritisch zu prüfen. Sie will mithin an jene erinnern, die sich der Selbstkritik der Wissenschaft verschrieben haben und dabei um ein angemessenes Verständnis von Objektivität, Wissenschaft und Verantwortung ringen. Die ökonomischen, politischen und weiteren vielfältigen Verstrickungen wissenschaftlicher Wissensproduktion werden in den Blick genommen und auf deren Folgen hin befragt. Nicht allein das Wissen ist umkämpft, auch die Methoden sind z.T. heftig umstritten, die Erkenntnis ist situiert - und die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind keine souveränen Akteure. Die Beiträge rekonstruieren zunächst wichtige Etappen der wissenschaftlichen Selbstbeobachtung, bevor an ausgewählte wissenschaftliche Kontroversen erinnert wird. Zum Abschluss gewähren Kolleginnen und Kollegen unterschiedlicher Disziplinen in Form von Fallstudien einen Blick hinter die Kulissen ausgewählter wissenschaftlicher Felder. Wissenschaftliche Forschung gerät als eine soziale Praxis in den Blick, der die herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse eingeschrieben sind - und die es immer wieder gegen Instrumentalisierungen und Inanspruchnahmen in Schutz zu nehmen gilt.

Umkämpftes Wissen, situierte Erkenntnis - Blicke Hinter die Kulissen der Wissenschaft: Messen vs. Deuten

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Title: Umkämpftes Wissen, situierte Erkenntnis - Blicke Hinter die Kulissen der Wissenschaft: Messen vs. Deuten
Description: Ringvorlesung: Umkämpftes Wissen, situierte Erkenntnis - Blicke Hinter die Kulissen der Wissenschaft im WiSe 2018-2020; Dienstag, 26. November 2019
Creator: Matthias Bauer (author), Augustin Kelava (author)
Contributor: ZDV Universität Tübingen (producer); Offenberger, Ursula (organizer); Kelava, Augustin (organizer); Rieger-Ladich, Markus (organizer)
Publisher: ZDV Universität Tübingen
Date Created: 2019-11-26
Subjects: Studium Generale, Ringvorlesung, Universität Tübingen, umkämpftes Wissen, situierte Erkenntnis, Wissenschaft, Messen,
Identifier: UT_20191126_001_rvwisserk_0001
Rights: Rechtshinweise
Abstracts: Obwohl es in der Wissenschaft stets Vertreterinnen und Vertreter gab, die auf die Grenzen des wissenschaftlichen Wissens hinwiesen und der Selbstüberhöhung des (männlichen) Erkenntnissubjekts skeptisch gegenüberstanden, blieben diese kritischen Stimmen lange Zeit eher randständig. Philosophen und Vertreter der empirischen Wissenschaften nahmen über Jahrhunderte hinweg für sich in Anspruch, einen privilegierten Zugang zu Wahrheitsfragen zu besitzen. Furchtlos und frei von eigenen Interessen - so etwa Max Weber in seinem berühmten Vortrag über "Wissenschaft als Beruf" -, bemühten sie sich darum, die Methoden der Erkenntnisgewinnung immer weiter zu verfeinern. Diese Ringvorlesung, die von Mitgliedern des Methodenzentrums der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät organisiert wird, lädt dazu ein, solche wissenschaftlichen Selbstbeschreibungen kritisch zu prüfen. Sie will mithin an jene erinnern, die sich der Selbstkritik der Wissenschaft verschrieben haben und dabei um ein angemessenes Verständnis von Objektivität, Wissenschaft und Verantwortung ringen. Die ökonomischen, politischen und weiteren vielfältigen Verstrickungen wissenschaftlicher Wissensproduktion werden in den Blick genommen und auf deren Folgen hin befragt. Nicht allein das Wissen ist umkämpft, auch die Methoden sind z.T. heftig umstritten, die Erkenntnis ist situiert - und die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind keine souveränen Akteure. Die Beiträge rekonstruieren zunächst wichtige Etappen der wissenschaftlichen Selbstbeobachtung, bevor an ausgewählte wissenschaftliche Kontroversen erinnert wird. Zum Abschluss gewähren Kolleginnen und Kollegen unterschiedlicher Disziplinen in Form von Fallstudien einen Blick hinter die Kulissen ausgewählter wissenschaftlicher Felder. Wissenschaftliche Forschung gerät als eine soziale Praxis in den Blick, der die herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse eingeschrieben sind - und die es immer wieder gegen Instrumentalisierungen und Inanspruchnahmen in Schutz zu nehmen gilt.

Umkämpftes Wissen, situierte Erkenntnis - Blicke Hinter die Kulissen der Wissenschaft: Wo bleibt der Streit um die Volkswirtschaftslehre?

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Title: Umkämpftes Wissen, situierte Erkenntnis - Blicke Hinter die Kulissen der Wissenschaft: Wo bleibt der Streit um die Volkswirtschaftslehre?
Description: Ringvorlesung: Umkämpftes Wissen, situierte Erkenntnis - Blicke Hinter die Kulissen der Wissenschaft im WiSe 2018-2020; Dienstag, 03. Dezember 2019
Creator: Svenja Flechtner (author), Ursula Offenberger (author)
Contributor: ZDV Universität Tübingen (producer); Offenberger, Ursula (organizer); Kelava, Augustin (organizer); Rieger-Ladich, Markus (organizer)
Publisher: ZDV Universität Tübingen
Date Created: 2019-12-03
Subjects: Studium Generale, Ringvorlesung, Universität Tübingen, umkämpftes Wissen, situierte Erkenntnis, Wissenschaft, Streit, Volkswirtschaftslehre,
Identifier: UT_20191203_001_rvwisserk_0001
Rights: Rechtshinweise
Abstracts: Obwohl es in der Wissenschaft stets Vertreterinnen und Vertreter gab, die auf die Grenzen des wissenschaftlichen Wissens hinwiesen und der Selbstüberhöhung des (männlichen) Erkenntnissubjekts skeptisch gegenüberstanden, blieben diese kritischen Stimmen lange Zeit eher randständig. Philosophen und Vertreter der empirischen Wissenschaften nahmen über Jahrhunderte hinweg für sich in Anspruch, einen privilegierten Zugang zu Wahrheitsfragen zu besitzen. Furchtlos und frei von eigenen Interessen - so etwa Max Weber in seinem berühmten Vortrag über "Wissenschaft als Beruf" -, bemühten sie sich darum, die Methoden der Erkenntnisgewinnung immer weiter zu verfeinern. Diese Ringvorlesung, die von Mitgliedern des Methodenzentrums der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät organisiert wird, lädt dazu ein, solche wissenschaftlichen Selbstbeschreibungen kritisch zu prüfen. Sie will mithin an jene erinnern, die sich der Selbstkritik der Wissenschaft verschrieben haben und dabei um ein angemessenes Verständnis von Objektivität, Wissenschaft und Verantwortung ringen. Die ökonomischen, politischen und weiteren vielfältigen Verstrickungen wissenschaftlicher Wissensproduktion werden in den Blick genommen und auf deren Folgen hin befragt. Nicht allein das Wissen ist umkämpft, auch die Methoden sind z.T. heftig umstritten, die Erkenntnis ist situiert - und die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind keine souveränen Akteure. Die Beiträge rekonstruieren zunächst wichtige Etappen der wissenschaftlichen Selbstbeobachtung, bevor an ausgewählte wissenschaftliche Kontroversen erinnert wird. Zum Abschluss gewähren Kolleginnen und Kollegen unterschiedlicher Disziplinen in Form von Fallstudien einen Blick hinter die Kulissen ausgewählter wissenschaftlicher Felder. Wissenschaftliche Forschung gerät als eine soziale Praxis in den Blick, der die herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse eingeschrieben sind - und die es immer wieder gegen Instrumentalisierungen und Inanspruchnahmen in Schutz zu nehmen gilt.

Umkämpftes Wissen, situierte Erkenntnis - Blicke Hinter die Kulissen der Wissenschaft: Fairness durch künstliche Intelligenz in der Medizin? Positionen und Herausforderungen

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Title: Umkämpftes Wissen, situierte Erkenntnis - Blicke Hinter die Kulissen der Wissenschaft: Fairness durch künstliche Intelligenz in der Medizin? Positionen und Herausforderungen
Description: Ringvorlesung: Umkämpftes Wissen, situierte Erkenntnis - Blicke Hinter die Kulissen der Wissenschaft im WiSe 2018-2020; Dienstag, 10. Dezember 2019
Creator: Renate Baumgartner (author), Ursula Offenberger (author)
Contributor: ZDV Universität Tübingen (producer); Offenberger, Ursula (organizer); Kelava, Augustin (organizer); Rieger-Ladich, Markus (organizer)
Publisher: ZDV Universität Tübingen
Date Created: 2019-12-10
Subjects: Studium Generale, Ringvorlesung, Universität Tübingen, umkämpftes Wissen, situierte Erkenntnis, Wissenschaft, Fairness, künstliche Intelligenz, Medizin, Positionen,
Identifier: UT_20191210_001_rvwisserk_0001
Rights: Rechtshinweise
Abstracts: Obwohl es in der Wissenschaft stets Vertreterinnen und Vertreter gab, die auf die Grenzen des wissenschaftlichen Wissens hinwiesen und der Selbstüberhöhung des (männlichen) Erkenntnissubjekts skeptisch gegenüberstanden, blieben diese kritischen Stimmen lange Zeit eher randständig. Philosophen und Vertreter der empirischen Wissenschaften nahmen über Jahrhunderte hinweg für sich in Anspruch, einen privilegierten Zugang zu Wahrheitsfragen zu besitzen. Furchtlos und frei von eigenen Interessen - so etwa Max Weber in seinem berühmten Vortrag über "Wissenschaft als Beruf" -, bemühten sie sich darum, die Methoden der Erkenntnisgewinnung immer weiter zu verfeinern. Diese Ringvorlesung, die von Mitgliedern des Methodenzentrums der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät organisiert wird, lädt dazu ein, solche wissenschaftlichen Selbstbeschreibungen kritisch zu prüfen. Sie will mithin an jene erinnern, die sich der Selbstkritik der Wissenschaft verschrieben haben und dabei um ein angemessenes Verständnis von Objektivität, Wissenschaft und Verantwortung ringen. Die ökonomischen, politischen und weiteren vielfältigen Verstrickungen wissenschaftlicher Wissensproduktion werden in den Blick genommen und auf deren Folgen hin befragt. Nicht allein das Wissen ist umkämpft, auch die Methoden sind z.T. heftig umstritten, die Erkenntnis ist situiert - und die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind keine souveränen Akteure. Die Beiträge rekonstruieren zunächst wichtige Etappen der wissenschaftlichen Selbstbeobachtung, bevor an ausgewählte wissenschaftliche Kontroversen erinnert wird. Zum Abschluss gewähren Kolleginnen und Kollegen unterschiedlicher Disziplinen in Form von Fallstudien einen Blick hinter die Kulissen ausgewählter wissenschaftlicher Felder. Wissenschaftliche Forschung gerät als eine soziale Praxis in den Blick, der die herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse eingeschrieben sind - und die es immer wieder gegen Instrumentalisierungen und Inanspruchnahmen in Schutz zu nehmen gilt.